Audio Kinematics Spielt mit der Phänomenologie von Raum und Klang, und mit der Manifestation des Zuhörers im Raum. Dazu behandelt die Installation das Thema der Kinematik auf klanglicher Ebene: eine virtuelle Audio-Kinematik. Es versucht räumlichen Zusammenhänge und Proportionen einer Mechanik zur Bestimmung verschiedener Zusammenhänge innerhalb einer Klangkomposition zu verwenden, und bildet eine Art virtuelle kinetische Klangskulptur.
Die Bewegung bei der jetzigen Realisierung ist vom Prinzip des Mobiles abgeleitet. Dieses Prinzip basiert auf eine binäre Baumstruktur und Kreisbewegungen. Da die Bewegungen der individuellen Knoten immer kreisförmig sind, können sie über Zeit betrachte mit einer Serie aneinander addierter Sinuswellen beschrieben werden( Bild 2). Die Bewegung jedes Knotens der Skulptur kann einfach durch die Amplitudenmodulation der entsprechenden Sinuswelle des übergeordneten Knotens bestimmt werden. Die Bewegung verbirgt also eine Analogie zu einem Urprinzip der Klangsynthese.
Die gesamte Struktur bildet also ein Klangerlebnis bei dem der Verlauf einerseits von der Auswahl der Klangkomponenten, andererseits aber von der Bewegung dieser im Verhältnis zum Zuhörer bestimmt wird. Der Zuhörer wird in ein Verhältinis zu einer Klangumgebung, deren Form und Klangfarbe sich über die Zeit mittels ihrer besonderen räumlichen Mechanik verändert, hineingezogen. Diese Mechanik wird dem Zuhörer sowohl visuell als auch klanglich vorgeführt.